Dunkelblau

deine dunkelblau klirrende und
zugleich schmeichelnde Stimme war es,
die mich gefangen hielt in den Netzen
theoretischer Gedankenwelten,
voller Herzensfetzen
doch dir waren meine Träume zu bunt,
die Farben zu rot, die Worte zu hell,
der Meeresgrund
zu tief
mein inneres Wesen zu grell,
in dem mein schwarzes Monster schlief
wieder und wieder nach dir rief
als auch die lila Lieder die ich sang
wieder und wieder um meinen Atem rang
beinahe vor Leidenschaft erstickte
wenn ich deine schimmernden Augen eblickte
als meine Flügel erlahmt
und alle Feuer der Liebe erloschen waren,
wie auch die Worte
die einst Schlüssel zu deiner Pforte
wortlos abbprallten
stumme Echos weiter schallten
dein Schweigen mir den Atem nahm
und Zeit stockte, die fließen wollte,
wurde aus kalt warm
wie Tränen die stillschweigend über unsere Wangen rollten
dieses Kinistern zwischen uns,
war Brausepulver auf meiner Zunge
wuchsen weiße Rosen in meiner Lunge
die nach dir verlangten
meine Welt erneut anfing zu schwanken
mich festhielt wie verankerte Ranken
bis deine einsame Seele mich wieder verließ
sich selbst eines Rosen’s Dorn ins Herze stießt
bleibst du verschwunden
läufst deine endlosen Runden
in den Netzen
meiner Gedankenwelt
sind wir zerschellt

Rauch und Feuer

„Rauch und Feuer, so poetisch!“
Beinahe ästhetisch
Energetisch wie minus und plus
Ziehen wir uns an
Wie Sturm und Drang
Aus einer Zeit voller Glück
Geschmückt
Bin ich entzückt!
Dort hin, wo Zucker noch nach Ingwer schmeckt
Hab ich dich entdeckt
In deinem Versteck…
…vor mir…
„Rauch und Feuer, zusammen und doch verschieden!“
Bin ich geblieben
Und du unzufrieden
am lieben
Ohne deinen Frieden
Bringst du immer noch meine Welt durcheinander
Keine innere Ruhe
ewiges Getue
„Rauch und Feuer, so riecht es hier!“
Spielen wir am Klavier
Zerrbrechlich wie Papier
Bitte ich um diesen Tanz
der wie deines Lachens Glanz
voller Liebe strahlt
untermalt
von Panik und Angst
Doch du hast den Zippo
und ich das Holz, sage ich voller Stolz:
„Es ist wie Feuer und Rauch.“
Als es entfacht
wie die Macht erwacht
ist auch die Nacht
Bist du dann der Rauch?
Muss ich brennen für dein Glück?
Bitte geh mit mir ein Stück
Nur um zu schauen,
wie es sich auf dem Weihnachtsmarkt lebt

ich will wissen, wie es ist wenn man schwebt…

Unbekannter Prinz

Unbekannter Prinz
Ich kenne deinen Namen nicht.
Hab dein Gesicht
auf einem Bild gesehen,
das vielleicht hilft zu verstehen.
Doch kurz vorm Bilderrahmen
bleiben die Gedanken liegen.
Halten mich ab, vom Fliegen.

Wir teilen eine Leidenschaft
mit gemeinsamer Kraft
ertränken wir uns im Meer
und schwimmen ein wenig umher
In meiner Fantasie
voller Melancholie
Deine Existenz
ist die Konsequenz
meiner Gedanken
am schwanken.

Und doch werd ich dich niemals kennen.
Du wirst nie meinen Namen nennen,
weil zwischen dir und mir
sich zwei Welten berühren,
die all meine Sinne verführen.

Du bist noch unbekannt,
umso mehr auch interessant.
Ob du wahrhaftig zu mir findest,
die Welten überwindest
Oder wie das Frühjah im Winter
eine Illusion dahinter
bleibst.

Hey unbekannter Prinz
Ich hoffe du bist bald da
So in etwa in nem Jahr

Das fänd‘ ich wirklich wunderbar.