Sieh mich an.

Du siehst mich an.
Du siehst mich an, aber ich weiss,das es kein wirklicher Blick ist.
Du siehst mich an.
Aber ich soll nur denken, dass du mich ansiehst.
In Wirklichkeit ist es anders.
In Wirklichkeit siehst du durch mich hindurch.
Ignorierst mich.
Kennst mich nicht.
Vielleicht weisst du nicht wer ich bin.
Liegt es daran, dass ich auch nicht weiss wer ich bin?
Wenn ich es wüsste, würdest du mich dann ansehen?
Würde ich dir dann etwas bedeuten?
Nur wenn ich mich selbst kenne,
kenne ich auch dich.
Aber das tue ich nicht.
Es ist mein Wunsch alles zu ändern.
Mein grösster Wunsch.
Mein unfassbarer Wunsch.
Einmal.
Nur einmal.
Du sollst mich ansehen.
Nur einmal.
Und es ernst meinen.
Ohne Täuschung voller Ehrlichkeit.
Erst dann sehe ich zurück.

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Tagebuch

Ich bin nicht meine Vergangenheit oder nur die Gegenwart.
Ich bin so viel mehr als ich scheine.
Ich bestehe aus so vielen, klitzekleinen Einzelteilen, die zusammen ergeben, was ich bin.
Und zumindest für mich macht es schon langsam Sinn, dass ich nicht nur ein Teil davon bin, auch wenn es machmal noch schwer ist, mich nicht in der Vergangenheit zu verlieren.
Denn jedes Erlebnis, jede neue Erfahrung, jeder Mensch, den ich traf, hatte Einfluss auf die Person die ich war.
Und nun bin ich eben nicht nur meine Vergangenheit oder die Gegenwart und auch nicht nur die Einzelteile.
Ich bin mehr als das.
Und vielleicht ist es genau das, was uns alle so kompliziert macht.

Angst

Manchmal hab ich Angst zu sagen
was ich fühle, was ich will,
was ich liebe und nicht frage.
Bin dann lieber einfach still.
Angst die lähmt mich, drückt mich nieder.
Kann nicht denken froh und frei.
Angst ergreift mich immer wieder.
Kommt und kommt erneut herbei.
Angst hat man so oft im Leben,
doch glücklich, wer die Angst besiegt.
drängt mich es aufzugeben,
doch Tag für Tag er fliegt.

Lüge für Lüge

Ich lüge rauf und runter,
hoffe die Welt wird bunter.
Doch sie wird nur grau und trist,
weil Gewissen nie vergisst.
Lüge hier Lüge da
ist alles eh nicht wahr.
Doch was soll ich machen?
Finde alles selbst zum Weinen Lachen.
Die Lüge ist ein böses Wesen,
bin einst ein guter Mensch gewesen.
Wird nicht besser oder gut,
dazu hab ich nicht den Mut.
Würde gerne sagen was ich denke.
Würde gerne mal die Wahrheit schenken.
Die Wahrheit ist meist gut,
aber verflogt man wird mit Wut.
Darum lüg’ ich Tag für Tag,
das ist so meine Art.

Not pretty enough.

Mal wieder nicht schön genug.
Mal wieder zu wenig.
Es ist der Entzug,
die Zeit viel zu ewig.
Setze Masken auf,
verkleide mich.
So ist der Ablauf.
So ist es Pflicht.
Dünne Körper,
langes Haar,
große Augen.
So unvorstellbar.
Das Gefühl es kommt auf,
dass ich bin nicht viel
es nimmt seinen Lauf
ganz ohne Ziel.
Lieber sie als mich,
weil dein Auge sieht mehr.
Ich leider nicht,
bin ein Tropfen im Meer.

Die Vogel Metapher

Der Vogel kommt und geht,
zu früh und doch zu spät.
Fliegt vorbei an dir,
ist leider nur bei mir.
Glaubst er bleibt,
in Ewigkeit,
ist dein.
Trügt erneut der Schein.
Der Vogel setzt sich nieder.
Immer Wieder kommt er an,
bis auch er gewann
Sperr ihn ein
Wird er nicht dein
Bricht er aus,
ist uns vorraus.
Fliegt wieder weg,
in sein Versteck.
Lässt dich zurück ,
mit Zweifeln am Glück.
Doch er Vogel ist ein treues Tier.
Nur zügeln musst du deine Gier.
Er kommt wieder irgendwann.
Wie es endet, so begann.

“Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir”