Dunkelblau

deine dunkelblau klirrende und
zugleich schmeichelnde Stimme war es,
die mich gefangen hielt in den Netzen
theoretischer Gedankenwelten,
voller Herzensfetzen
doch dir waren meine Träume zu bunt,
die Farben zu rot, die Worte zu hell,
der Meeresgrund
zu tief
mein inneres Wesen zu grell,
in dem mein schwarzes Monster schlief
wieder und wieder nach dir rief
als auch die lila Lieder die ich sang
wieder und wieder um meinen Atem rang
beinahe vor Leidenschaft erstickte
wenn ich deine schimmernden Augen eblickte
als meine Flügel erlahmt
und alle Feuer der Liebe erloschen waren,
wie auch die Worte
die einst Schlüssel zu deiner Pforte
wortlos abbprallten
stumme Echos weiter schallten
dein Schweigen mir den Atem nahm
und Zeit stockte, die fließen wollte,
wurde aus kalt warm
wie Tränen die stillschweigend über unsere Wangen rollten
dieses Kinistern zwischen uns,
war Brausepulver auf meiner Zunge
wuchsen weiße Rosen in meiner Lunge
die nach dir verlangten
meine Welt erneut anfing zu schwanken
mich festhielt wie verankerte Ranken
bis deine einsame Seele mich wieder verließ
sich selbst eines Rosen’s Dorn ins Herze stießt
bleibst du verschwunden
läufst deine endlosen Runden
in den Netzen
meiner Gedankenwelt
sind wir zerschellt

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Das Gefängnis

Schaurig schummernd Lichter loh
Seele brennend hin und her
Wie sie toben, unerzogen
Setz ich mich zur Wehr

Gitter kalten Eisens
Um die Fenster um die Türen
Wie sie stets nur mich umkreisen
Muss ich spüren, lass mich führen
Doch wohin wenn Zaun und Käfig

Mich befangen muss ich bangen
Kein Raus und auch kein Rein
Erlangen böse Schlagen
Keinen Sonnenschein

Rotwein

Ein Glas des roten Weines,
ein zarter Hauch von Nuss und Beere,
vermissen möcht’ ich keines,
oft füllt er nur die Leere.

Bei schummerigem Kerzenschein,
ganz nahe, dicht bei dir.
Ein volles Glas vom dunklen Wein,
rahmt unser schönes Wir.

Freue mich auf weitere Stunden,
in denen deine Blicke feurig blitzen.
Lass uns den Wein gemeinsam munden,
und für immer hier zusammen sitzen.

Vom Weine leicht gerötet deine Wangen,
wenn leiser Gläserklang erfüllt die Luft.
Von deiner Anmut bin ich eingefangen,
wie des Kerzens Duft.

Gern spür‘ ich deine traute Nähe,
bei eines leichten Rausches Dämmerung.
Wenn ich in deine Augen sehe
und mit dir schwelge in Erinnerung.

Hast du Lust mit mir zu reisen?

Hast du Lust mit mir zu reisen?
Willst du mit mir an der Hand
Los und dann gezielt entgleisen
In ein unbekanntes Land?

Hast du Lust mit mir zu lachen,
Und am Meer spazieren zu gehn’?
Lass und kämpfen gegen Drachen,
Es gemeinsam überstehn’.

Hast du Lust die Welt zu sehen?
Pack den Koffer, nimm mich mit
Brauche auch kein Wiedersehen
Lass und wandern Schritt für Schritt

Hast du Lust, mit mir zu reisen?
Komm und nimm mich an die Hand.
Sind wir Menschen wie aus Eisen
Auf dem Weg ins Zauberland.

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Du hast meine Flügel gebrochen
In mein Herz gestochen
Bist dann gegangen
zu deinem Verlagen
Eifersuchts Schlangen
Gefangen in meinen Gedanken
am Zanken von Herz und Verstand
Beinahe vebrannt
Hab ich das Wasser
über dich gegossen
Beschlossen
du bist gelöscht

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