Dunkelblau

deine dunkelblau klirrende und
zugleich schmeichelnde Stimme war es,
die mich gefangen hielt in den Netzen
theoretischer Gedankenwelten,
voller Herzensfetzen
doch dir waren meine Träume zu bunt,
die Farben zu rot, die Worte zu hell,
der Meeresgrund
zu tief
mein inneres Wesen zu grell,
in dem mein schwarzes Monster schlief
wieder und wieder nach dir rief
als auch die lila Lieder die ich sang
wieder und wieder um meinen Atem rang
beinahe vor Leidenschaft erstickte
wenn ich deine schimmernden Augen eblickte
als meine Flügel erlahmt
und alle Feuer der Liebe erloschen waren,
wie auch die Worte
die einst Schlüssel zu deiner Pforte
wortlos abbprallten
stumme Echos weiter schallten
dein Schweigen mir den Atem nahm
und Zeit stockte, die fließen wollte,
wurde aus kalt warm
wie Tränen die stillschweigend über unsere Wangen rollten
dieses Kinistern zwischen uns,
war Brausepulver auf meiner Zunge
wuchsen weiße Rosen in meiner Lunge
die nach dir verlangten
meine Welt erneut anfing zu schwanken
mich festhielt wie verankerte Ranken
bis deine einsame Seele mich wieder verließ
sich selbst eines Rosen’s Dorn ins Herze stießt
bleibst du verschwunden
läufst deine endlosen Runden
in den Netzen
meiner Gedankenwelt
sind wir zerschellt

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Das Gefängnis

Schaurig schummernd Lichter loh
Seele brennend hin und her
Wie sie toben, unerzogen
Setz ich mich zur Wehr

Gitter kalten Eisens
Um die Fenster um die Türen
Wie sie stets nur mich umkreisen
Muss ich spüren, lass mich führen
Doch wohin wenn Zaun und Käfig

Mich befangen muss ich bangen
Kein Raus und auch kein Rein
Erlangen böse Schlagen
Keinen Sonnenschein

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Du hast meine Flügel gebrochen
In mein Herz gestochen
Bist dann gegangen
zu deinem Verlagen
Eifersuchts Schlangen
Gefangen in meinen Gedanken
am Zanken von Herz und Verstand
Beinahe vebrannt
Hab ich das Wasser
über dich gegossen
Beschlossen
du bist gelöscht

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Blumen

Bitte,
Pflanze keine Blumen in mein Herz
Sie werden nicht
wachsen
Ohne Licht
Mitte, Ende März
Soll die Sonne am hellsten sein
Doch auch ohne Wasser
werden die Blumen immer blasser
Bleiben zerbrechlich und klein
Gib auf sie acht
Nimm Stiefel und Hut
mit etwas Herzblut
Abgemacht?
Des
Herzens Gärtner hat Urlaub
nicht immer Zeit
in Ewigkeit
das Unkraut
zu jäten.

 

Verrückte Welt

Verrückte Welt,
regiert von Macht und Geld,
wo sich der Mensch verbiegt,
damit man ihn liebt,
ihm Beachtung schenkt
und es ihn dann ins Verderben lenkt.
Verrückte Welt,
Ist es sie, die mich hält?
in der wir stets versuchen zu glänzen,
unseren Kopf begrenzen,
Perfektes Aussehen, ein Lächeln schenken
können nicht aus dem kleinen Kasten denken,
in dem wir gefangen sind.
Verrückte Welt,
so vieles was mir missfällt.
Masken erfüllt von traurigen Schatten
weil das alles ist was Menschen hatten.
Und vermutlich jemals haben werden
bis wir alle einmal sterben.
Verrückte Welt,
Eins habe ich festgestellt
Es wird bleiben wie es ist
Wenn du nix änderst
und weiter so
durch die Welt schländerst.
Es ist und bleibt
eine traurige, verrückte Welt.
In der du sein kannst dein eigener Held.